Willkommen beim Gästebuch von absatzfonds-abschaffen.de


[Eintrag hinzufügen]

Autor Nachricht
Ludger
vom: 15.02.2009
E-Mail    
Dann sollen bitte auch alle Subventionen für die Landwirtschaft fallen, die ich über Steuern (auch eine Zwangsabgae) finanziere. Wenn nicht zuviel Milch, Fleisch usw. proziert werden dann sind die Preise für den Produzenten andere. Butter- und Fleischberge lassen sich auch nicht ohne Kosten halten.
Ob die Werbung der CMA gut oder schlecht ist, sei einmal dahin gestellt. Wenn jedoch ein Bauer bei seinen Exportbemühungen unterschtüttz wird klagt er nicht. Was mir jetzt fehlen wird ist die Markttransparenz, die durch die neutrale Berichterstattung der ZMP gewährleistet wurde. Nun bin ich auf die Informationen vom Handel angewiesen und die sind nicht immer zu Gunsten der Produktion, denn der Handel möcht auch immer gerene seine Gewinn-Spanne haben.
Die Werbung und Informationsbeschafung werden für mich in Zukunft teurer werden.


Kommentar vom Webmaster:
Wieso schreiben Sie nicht dazu, dass Sie Mitarbeiter der ZMP sind?
Es gibt Fachzeitschriften wie z.B. den Ernährungsdienst, die weitaus schneller und umfassender Informieren als die ZMP. Wenn ich diese Info brauche, dann bezahle ich freiwillig, aber nicht per Zwangsabgabe.
Zur CMA Werbung empfehle ich, vor irgendwelchen Äußerungen, das aufmerksame lesen der beiden Arbeiten von Prof. Becker und Prof. Mühlbauer (sind hier auf der Site verlinkt). Kernaussage von beiden ist:
Die Inlands-Werbung der CMA war BESTENFALLS wirkungslos.
Klaus Riehle
vom: 15.02.2009
E-Mail    
Wehklagen von Bauernverband, Landwirtschaftsministern, von CMA und ZMP

Wenn der Bauernpräsident Sonnleitner, äußert "wir brauchen die CMA" dann hat er sicher recht: Für sich und für den Verband.

Seit 2002 schauen die Minister und ihre Juristen zu bis endlich Recht gesprochen wurde. In einem Zeitungsinterview bedauert Minister Hauck aus Baden-Württemberg dass 500.000 € für Werbung von Lammfleisch aus Baden-Württemberg jetzt fehlen. Ich weis nicht ob die Produktionsmenge von Lammfleisch 500.00€ übersteigt. Das Geld ist wohl eher für Eigenwerbung des Ministers gedacht.

Zur CMA:
Was noch bleibt ist der nicht nachvollziebare Nutzen im Export. Grundnahrungsmittel werden überwiegend wegen Überschußproduktion exportiert. Nur wenige Grundnahrungsmittel werden im Überschuss durch deutsche Bauern produziert.
Dass veredelte Nahrungsmittel exportiert werden ist gut und richchtig. Aber nicht immer ist Germany drin wenn Germany drauf steht. Wenn die CMA Exportförderung fehlt, dann sollte diese doch sinnvollereweise durch die Intressenvertretungen der Mitarbeiter in der Nahrungsmittelindustrie unterstützt werden. Dann haben doch mindestens die Arbeitnehmer einen Vorteil davon. Ohnehin machen die Lebensmittlkonzerne eigene Werbung.

Zur ZMP:
Wie nutzlos sogar schädlich eine Notierung zur Preisfestsetzung für Produzenten ist, kann man jetzt beim Vergleich mit der Autoindustrie sehen. Wenn der Preis für Luxusautos den üblichen Gepflogenheiten einer Notierung unterläge, könnte man jetzt diese Autos für unter 5000 € kaufen. Bei so einem Preis wäre die Nachfrage enorm und die Auto-Notierung würde um 10% oder mehr steigen. Folge: keine Kurzarbeit, keine Arbeitslosen und halt auch keine Rendite.

Wenn Milchbauern aus Verzweiflung ihre produzierte Milch wegschütten, wird ihnen Boykott zur Last gelegt. Wenn Verkäuferinnen und Verkäufer aufgerufen durch die Gewerkschaften den Einkaufsmarkt bestreiken ist das Menschenrecht. In beiden Fällen ist dem Verbraucher der Kauf von Milch entgangen.

Herr Georg Heitlinger hat mit seiner Öffentlichkeitsarbeit ein so helles Licht angeknipst, dass der Filz noch von innen heraus leuchtet.

Bei allem Verständnis für die betroffenen Mitarbeiter bei CMA und ZMP, die Eierleute wissen wie das ist. Mit Duldung (vorlaut sogar mit Betreiben) vom Deutschen Bauernverband, den Fachverbänden und den jeweiligen Ministern hat man den Geflügelhaltern das Betriebskapital Hühnerkäfige Jahre vor den gemeinsamen Mitbewerbern in der EU enteignet. Ich will nicht aufrechnen, aber in der Eierbranche fallen deshalb viel mehr Arbeitsplätze für immer weg.

Bauern sind kein Spielzeug.
 
Franz Klarner
vom: 15.02.2009
     
Dass ein Gesetz erst nach 40 Jahren vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig deklariert wurde ist schwer nachvollziehbar. Wie war es möglich ein solches Gesetz überhaupt in Kraft treten zu lassen? 40 Jahre lang haben sich die betroffenen Wirtschaftskreise nicht dagegen gewährt.Womit waren die zahlreichen Agrarverbände und der Bauernverband in dieser Zeit beschäftigt? Es ist unerträglich, was man den Bauern mit diesem Gesetz bisher zugemutet hat. Ich erinnere nur an das Ergebnis der kürzlichen Bauern - Proteste wegen der Milchpreise. Von dem Absatzfondsgesetz haben anscheinend in erster Linie die verarbeitende Industrie und die Agrarlobbyisten profitiert. Dass sich endlich Kläger gefunden haben, um gegen ein verfassungswidriges Gesetz zu klagen verdient allerhöchsten Respekt. Gratulation und meinen Respekt Herr Heitlinger und den anderen Klägern!!
Franz Klarner
 
Georg Sachwitz
vom: 14.02.2009
E-Mail    
Einige Leute haben es immer noch nicht verstanden, wie der Beitrag der Grivico-Trading-house GmbH zeigt. Hier wird dieses Gästebuch nun dazu benutzt, den verlorenen Pfründen nachzuweinen.
Die CMA und Ihre Partnerorganisationen sind u.a. daran gescheitert, dass sie Jahrzehnte lang unsere Abgaben fremdnützig verschleudert und ineffektiv wegverwaltet haben.
Dass die Mitarbeiter nun darüber betrübt sind nicht mehr im Warmen zu sitzen und sich einen Schirm wünschen mag ich nachvollziehen. Nun demonstrieren sie und wünschen sich aus Steuergeldern einen Schutzschirm. Es werden alle vorzüglichen Medienkontakte und Pressekontakte bemüht um sich selbst in den Medien als Opfer darzustellen. Aber in Sachen Eigenwerbung war die CMA schon immer sehr groß. Wenn die Öffentlichkeit wirklich wüßte was in dem Laden los war, dann hätte man sie schon längst zum Teufel gejagt.
Mein Tipp : Sollen die Fachleute der CMA ,ZMP, QS-GmbH und Blumenwebung GmbH doch mal Ihre Köpfe selbst in den Wind halten und sich dem Wettbewerb stellen.
 
Tobias
vom: 14.02.2009
E-Mail    
Meine Hochachtung für die Wahrung unseres Grundgesetzes!

Leider ist es für demokratische Bürger unverständlich, das Minister wie Landwirtschaftsminister Hauck B.-W. und Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner die nun fehlende Zwangsabgabe bedauern. Gerne wollen sie mit Mitteln, die gegen das Grundgesetz verstoßen, weiterregieren.

Für Politiker sind solche Aussagen normal. Aber Minister haben einen Eid abgelegt: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde, so wahr mit Gott helfe.“ (Frau Ministerin Aigner am 04.11.2008). Warum wahrt Frau Ministerin Aigner nicht das Grundgesetz? Die Verantwortung für die Verfassungswidrigkeit liegt doch nicht in ihrer kurzen dreimonatigen Amtszeit. Vielleicht sollten Minister vor der Ernennung einen Grundgesetztest ablegen müssen, ähnlich eines Einbürgerungstests. So wahr uns Gott helfe.
 
alf mayer
vom: 13.02.2009
E-Mail    
Ich bin Journalist. Meine Hochachtung für diese exzellent informative website - das ist beispielhaft. - Mein Kompliment.  
Georg Heitlinger
vom: 13.02.2009
E-Mail Homepage  
Der letzte (anonyme!) Beitrag war deutlich unter der Gürtellinie. Deshalb wurde dieser Beitrag kommentarlos gelöscht. Kritik an sich ist kein Problem; aber bitte immer sachlich und fair bleiben. Danke.  
GRIVICO TRADING HOUSE GmbH.
vom: 12.02.2009
E-Mail    
Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn man die Kommentare so liest, beschleicht den geneigten Leser der Verdacht, daß hier Leute
sich äußern, die von den Leistungen der CMA im Ausland nicht die geringste Vorstellung haben,
mehr noch, hier werden offenbar 'alte Rechnungen beglichen'.
Tatsache ist - und ich darf mich nach 25 Jahren im Lebensmittelexport als Kenner der Materie bezeichnen - daß die CMA vielen mittelstandischen Unternehmungen der Agrarindustrie in
hervorragender Weise im Ausland geholfen hat.
Sie hat dies mit Ihren bescheidenen Mitteln bewerkstelligt, wobei ihr immer wieder die zum Teil unsinnigen Vorschriften (ich erinnere nur an die unselige Vorschrift der 'Bewerbung von
Produkten einer europäischen Region' -kein Markenname durfte beworben werden) erhebliche
Schwierigkeiten bereitet haben.
Die Kontakte, die manche Außenstellenleiter zu den Ketten des LEH, aber auch Importeuren im
Ausland haben vermitteln können, haben zum Teil über Jahrzehnte Bestand; es wurden Türen geöffnet, die dem Export geholfen haben sich in den einzelnen Ländern zu etablieren.
Dies gilt insbesondere für die Außenstellen in den USA, Spanien, England, und seit Beginn der
neuen Außenstellenleitung in Mailand.
In diesen Ländern kann ich das sehr gut beurteilen !
Die Rechtssprechung hat entschieden, und es steht mir nicht an, dieses zu kritisieren.
Andererseits erlaube ich mir die Bemerkung, daß mit diesem Urteil der Landwirsctaft und dem
damit verbundenen Export ein Barendienst erwiesen wurde.
Nur als Beispiel; viele Milchbauern sind stolz darauf, daß ihre Produkte - ob als Rohware oder
verarbeitet - den Weg ins Ausland finden. Sie sind zu Recht stolz darauf, denn die gelieferte
Qualität ist ausgezeichnet.
Aus der Praxis kann ich berichten, daß im Ausland die Arbeit der CMA geschätzt wird - und
die (bescheidenen) Mittel in der Verkaufsförderung eingesetzt, durchaus die Vorstellung deutscher Lebensmittelspezialitäten positiv befördert haben.
Die CMA genießt in den genannten Ländern einen guten Ruf, was ihrem Zweck - nämlich der
Unterstützung des Agrarexports - exakt entgegenkommt.
Die Möglichkeiten sind nun eingeschränkt - wenn nicht gar perdu.
Es bleibt zu hoffen, daß in Berlin eine Entscheidung zugunsten des Bestandes der CMA schnellstens herbeigeführt wird.
Unsere verehrten Kollegen aus Frankreich, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und
Irland - nur um einige zu nennen, schütteln den Kopf und freuen sich.
Denn deren Sopexa etc. werden die gebotene Chance nutzen.
Noch eine Bemerkung zu der zitierten Äußerung von Frau Künast ( wenn sie denn so gefallen ist ) hinsichtlich mafiöser Zustände, dann ist dies weder sachlich noch kompetent und zeigt, wie so häufig, daß bei dieser Dame der Enthusiasmus vor dem Sachkenntnishier_e-mail@einsetzen.de steht.
Manfred Griebsch


Kommentar vom Webmaster:
Viel zu langer Beitrag. Hier weint wohl eine Firma ihrem Auftraggeber hinterher. Wenn die Mittel der CMA tatsächlich so bescheiden waren, wieso wurde dann in Brüssel der ehemalige Leiter der Aussenstelle zu einem TAGESSATZ von 750 Euro angestellt? Der gute verdiente im Zeitraum Januar bis April 2004 so knapp 38.000 Euro.
Nein, nochmal, dass die Landwirte die Werbung der Ernährungsindustrie bezahlen mußten ist schlicht untragbar
Muckebär
vom: 12.02.2009
     
An Florian

der Sinn der Gemeinschaftswerbung ist sicher in der bisherigen Form fragwürdig. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass die CMA mit ihren Auslandsstellen effektive Exportförderung betreibt, die einzelnen Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft und direkt und indirekt der Landwirtschaft zugute kommt. Der von mir unten angegebene Link http://www.bauernverband.de/?redid=261516 sollte nur die Frage aufwerfen, ob es nicht doch sinnvoll sein könnte, den intensiven Absatzförderungsaktivitäten aller anderen Länder etwas entgegenzusetzen.

Viele Grüße
Muckebär


Kommentar vom Webmaster:
Dies ist keine online-Diskussionplattform. Bitte Konversation privat weiterführen.
Dass die Steigerung im Export der deutschen Agrarwirtschaft irgendetwas mit den Aktivitäten der CMA zu tun hat darf im übrigen auch bezweifelt werden. Das wird zwar immer wieder behauptet, aber Untersuchungen darüber wurden nie vorgelegt. Nur, weil alle anderen Länder was machen müssen wir das auch tun ist schon ein sehr fragliche Rechtfertigung. Andere Länder, andere Sitten. Und wieso immer gleich die Welt untergeht, wenn es keine CMA, ZMP etc mehr gibt erschließt sich einem nicht wirklich. Hier wird, wie gerne üblich, mit der Angst der Leute Geschäft gemacht.
Florian
vom: 12.02.2009
     
An Muckebär,

das Gericht hat so entschieden, weil die Gemeinschaftswerbung für uns Bauern keinen Wert hat.

Sie kostet nur Geld und bringt nichts, schon gar nichts für uns Landwirte.

Der Bauernverband kapiert er nicht, bis er mal selbst auf die Schnauze fällt.

Herrn Heitlinger wünsche ich alles Gute viel Gesundheit und viel Erfolg.

Viele Grüße

Florian
 
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 

zurück zur Hauptseite